| Eta-Konzept - Einstellung | |||||
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Nach all den Vorteilen stellt sich die Frage, warum das Konzept nicht weiterverfolgt wird (1987 verließ der letzte Eta die Werkshallen), war doch am Anfang neben der bereits etablierten i-Linie (Benziner mit Einspritzung) und der jungen d-Linie (Dieselmodelle) auch die Breite Einführung der e-Linie geplant. Der Hauptgrund ist sicherlich in der Inakzeptanz der sportlich orientierten Käuferklientel der Marke BMW zu suchen. Der Eta bot schlichtweg nicht das "Feeling" eines typischen BMW mit seinem leichtfüßig und wohlklingend in die höchsten Drehzahlen huchjubelnden 6-Zylinder. Der Drehfreude war durch das Niedrigdrehzahlkonzept der Garaus gemacht, der klasse Motorsound wurde durch die Einrohr-Auspuffanlage mit großen Schalldämpfer-volumina und dem serienmäßigen Katalysator zu einem Säuseln gebändigt. Den Kunden, die ein solches Fahrzeug wie den Eta suchten, wünschten sich eine geräumigere Karosserie, denn sowohl der 3er als auch der 5er waren sportlich knapp geschnitten und ein Familienkombi stand als Eta gar nicht zur Verfügung. Durch den großen Hubraum fällt außerdem eine höhere Kraftfahrzeugsteuer an, denn in der Bundesrepublik wird nach wie vor nach der Größe des Hubraums besteuert. Somit ist der Spareffekt an der Tankstelle ein wenig gemildert. In Kombination mit höherwertigen Kraftstoffen, die ein noch höheres Drehmoment erlauben, und moderner Elektronik wäre ein heute aufgebautes Eta-Konzept sicherlich genauso fortschrittlich, wie damals. Noch heute ist nämlich der Verbrauch eines Eta mit 7 bis 9 L/100km durchaus konkurrenzfähig! |
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| Quelle: www.325e.de, 03.03.2002, Ben | |||||