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M50 Einbau: Luftfilterkastenbau
Als eventuell geeignete Luftfilterkästen für den M50 Umbau im E30 standen mir  folgende zum testweisen Einbau zur Verfügung (v.l.n.r.): 325i E30, M3 E30, E23 735i, E34 525i, E32 735i.
Der oft bei solchen Umbauten benutzte E36 oder E34 Luftfilterkasten stört am ABS und am LMM Befestigungsblech. Man könnte ihn entsprechend zuschneiden. Der Vorteil bei Verwendung dieses Kastens wäre ein komfortabler Luftfilterwechsel, nachteilig hingegen die unkontrollierte Luftzuführung und das Gebastel zur Befestigung.  
Der 325i/320i und 318i M40 Luftfilterkasten des E30 lässt sich zwar theoretisch gut befestigen, liegt aber störend an der Lichtmaschine an. Weiterhin ist die Filterfläche nicht wirklich groß, es bleibt ungenutzter Platz  vor dem Filterkasten. Wenn man ihn verwenden möchte, müsste anstelle des Luftmengenmessers der Luftmassenmesser befestigt werden.
Der Luftfilterkasten des M3 E30 sitzt eigentlich recht gut im M50 Umbau, allerdings nur mit dem Unterteil des 218PS E23 735i. Dann liegt der Kasten nur am ABS an, dort kann man mit einer Blechschere Platz schaffen. im Bereich der Lichtmaschine muss eine Beule ins Luftfilterkastenunterteil geschlagen werden. Ansonsten brauchbar.
Man mag es kaum glauben, aber der von der Filterfläche her größte und damit leistungsfähigste Luftfilterkasten passt am besten in den E30-M50 Umbau. Der Kasten des M30 Motors im E34/E32 läßt sich wunderbar an den Originalaufnahmen befestigen, nachdem die Befestigungsschrauben entsprechend am Kasten versetzt wurden.
Der vorhandene Platz wird optimal ausgenutzt, es ist genügend Abstand zur Lichtmaschine, ABS usw. einzig das Gasgestänge kommt dem Kasten gefährlich nahe, es muss minimal modifiziert werden (Aussparung für Tempomat wegsägen, somit weitere 2 cm Luft)
Der Luftmassenmesser wandert ins Innere des Kastens. Ich werde ihn einkleben und den Stecker nach außen führen. Zur weitere Strömungsoptimierung werde ich einen Trichter vor den LMM bauen und dann sollte es eigentlich optimal sein. Weiterhin muss eine Bohrung für den Ansaugluft-Temperaturfühler gesetzt werden. Der Abschluß zum Drosselklappenschlauch wird noch modifiziert, so dass sich ein perfekter Übergang bildet.
 
M50 Umbau: Modifikationen am Motorkabelbaum:
Von der Beifahrerseite her verläuft ein 6qmm Kabel als Stromzufuhr zum Sicherungskasten, dieses muss in den Sicherungskasten gelegt und dort verschraubt werden und so das originale E30 Kabel zu ersetzen. Sicherlich hätte man auch das E30 Kabel irgendwie mit dem E36 Gegenstück verbinden können (übergroße Lüsterklemme), aber dies wäre eine potentielle Fehlerquelle.
Der E36 ist ein interessantes Spenderfahrzeug. So besitzt es z.B. ein dickes rotes Batteriekabel von vorn nach hinten, welches einige Zentimeter länger als das vom E30 ist und zudem auch schöner anzusehen ist. Desweiteren biete sich auch der optisch attraktive Pluspol zur Weiterverwendung im E30 an. Der Diagnosestecker endet beim E36 Motorkabelbaum beifahrerseitig und ist somit auch in diesem Bereich zu plazieren.
Nach einiger Überlegung entschloss ich mich den vorhandenen Kabelkanal vom E36 Motorkabelbaum auszubauen und statt dessen den vom E30 zu benutzen. Sicherlich hätte man den Kanal vom E36 auch an der Spritzwand befestigt bekommen, aber mir ist da keine perfekte Lösung eingefallen. Der E30 Kanal läßt sich optimal befestigen und sieht optisch dann einfach besser aus.
Wie man auf diesem Bild sieht passt der E30 Kabelkanal relativ gut zum E36 Motorkabelbaum, die Aussparung nach unten kann optimal für die entsprechende zwei Kabelstränge genutzt werden. An der Ansaugspinne muss am Kabelkanal ein Blende entfernt werden, sieht aus wie für M50 Umbau gedacht. Nur die Menge an Kabeln läßt es im Kanal recht eng zugehen. Man muss die Kabelbinder fast alle lösen und den Kabelsalat möglichst sauber und gleichmäßig verlegen sonst passt die Abdeckung nicht rauf.
Der Motorstecker des E36 Motorkabelbaums passt mechanisch nicht an das E30 Gegenstück, somit ist der Stecker abzutrennen und ein neuer passender mit den entsprechenden Pins zu konfektionieren. Ich habe die Kabel ca. 20 cm nach dem Stecker abgeschnitten, weil sie sowieso viel zu lang sind und es im Kabelkanal recht eng werden wird. Somit muss jedes überflüssige Kabel weichen.
Ich steckte dann zunächst mal nur die drei zum Betrieb des Motor nötigen Kabel an: Benzinpumpe, Anlasser, Zündplus. Dazu noch die Lichtmaschine und nach  Drehen des Zündschlüssels sprang der Motor sofort an. Somit gibt es also hier keine bösen Überraschungen. Keine DWA behindert den Einbau des Motors in den E30.

Jetzt gilt es noch die diversen weiteren Kabel zu konfektionieren (Öldruck, Wassertemperatur...). Anschliessend werde ich noch einige direkt vom Diagnosestecker zum Motorstecker verlaufene Kabel heraustrennen um somit den engen Kabelkanal zu entlasten. Einzig das Rückstellen der SI Anzeige soll möglich bleiben, die restlichen Kabel sind zum Auslesen von Aggregaten, die im E30 eh nicht diagnosefähig sind.

tino@e30.de