| H35
Restauration: Teil 1 Rostbeseitigung |
Gekauft habe ich den H35
im Oktober 1993 im schönen Saarland genauer in St. Ingbert. Der Wagen
befand sich in einem lausigen Zustand, ich habe trotzdem immer noch
6000 DM bezahlt. Recht viel, gebe ich zu, aber ich musste den Wagen einfach
haben. Es war bis heute der einzige H35 der mir bekannt ist, der zum Verkauf
stand, habe nie wieder einen in den Kleinanzeigen gefunden. Also keine
Frage der Wagen musste einfach her. Leider habe ich keine Bilder vom Original
Zustand, der Wagen war halt schneller zerlegt als eine Kamera organisiert.
Zum Wagen selbst:
Vom Rost her gab es für
BMW Verhältnisse keine Besonderheiten, es war einfach alles angegammelt,
Schweller, Motorträger, Dome vorne und hinten, Stehbleche, Fußraum
etc..
Ich habe also die Schweller
komplett ersetzt, nicht nur ein Reparaturblech darüber geschweißt,
sondern die alten Schweller soweit es ging an den Schweißpunkten
ausgebohrt und rausgetrennt. Zuerst die eine Seite und dann die andere
Seite geschweißt. An sich ist der Schwellertausch eine nicht so schlimme
Sache, wenn man nicht auch noch die Seitenwand zum Teil abtrennen müsste.
Als nächstes waren dann
die Motorträger daran, diese habe ich auch als Originalblech
von BMW gekauft, jeweils auch rechts und links ersetzt. Dabei hatte ich
den Vorderachsträger montiert, damit der auch nach dem Schweißen
noch ordentlich passt. Beim Einschweißen der Blechteile habe
ich immer versucht so wenig wie möglich Hitze einzubringen um die
Gefahr des Verzugs gering zu halten.
Weiter wurden dann die hinteren
Dome ersetzt, ich hatte noch aus einer anderen E21 Karosserie fast neuwertige
Seitenteile mit Radhaus herum liegen. Also die Dome passend herausgeschnitten
und in den H35 eingesetzt.
Als Neuteil von BMW habe
dann noch den Windlauf der Frontscheibe gekauft und dann den
unteren Teil des Windlaufs ersetzt. Dieser war selbstverständlich
auch ganz schön angefressen. Was sich hier so einfach schreibt hat
sich dann doch bis zum Frühjahr 1995 hingezogen. Die ganzen kleineren
Arbeiten will ich hier jetzt nicht aufführen, das würde doch
den Rahmen sprengen.
Im Juni 1995 habe ich mir
dann ein komplettes Sandstrahl Equipment übers Wochenende ausgeliehen
und meine Karosse gestrahlt und anschließend dann gleich grundiert
und innen lackiert. So sah das ganze schon wieder bisschen nach Auto aus
und nicht nur nach einem großen Haufen angegammeltes Blech.
Zu erwähnen ist vielleicht
noch, dass ich sämtlichen Unterbodenschutz entfernt habe, sowie auch
alle Bitumenmatten. Wie viele Kilo das letztendlich sind weiß ich
nicht, aber ich denke es summiert sich dann doch.
Die Zeit bis ich den Wagen
im Oktober 1996 zum Lackierer gebracht habe wurde mit den ganzen Anbauteilen,
wie Motor, Getriebe und Achsen überbrückt. Im Dezember 1996 lief
der Motor dann zum ersten Mal, allerdings nur auf 4 Zylindern, ist eigentlich
ok, aber halt auch nur wenn man einen Vierzylinder hat, bei einem Sechszylinder
ist das noch nicht das Ziel. Letztendlich bestand der Fehler darin, dass
zwei Einspritzventile durch die lange Standzeit so verklebt waren, dass
sich die Düsennadeln der Einspritzventile nicht mehr bewegen konnten.
Nach Beseitigung des Fehlers lief der Motor dann auch auf allen sechs Zylindern.
Und es klang recht ansprechend, da ich nur noch zwei Hartge Endtöpfe
drin habe, ist es auch mit der Soundkastration durch Vor-, Mittel- und
Soweiterdämpfer nicht mehr allzu weit her.
Bis zum Frühjahr habe
ich den Wagen dann komplettiert und dann im April zugelassen. TÜV
war eigentlich auch kein Problem, wenn man die üblichen Nettigkeiten
wie ichkannkeinenummeraufderfederfinden etc.. mal absieht. Wie immer Kompetenz,
Freundlichkeit und Sachverstand alles an einem Ort vereint.
Der Wagen hat vom ersten
Kilometer an Spaß gemacht und das angeblich Kopflastige bei der großen
Maschine halte ich im Übrigen für ein Gerücht. Aber wie
dem auch sei, Hauptsache es macht Spaß.
Soweit mal die Restaurationsstory
von meinem H35. Über die Änderungen (5-Loch, Porsche Bremse etc..)
nach der Saison 1997 werde ich später etwas Schreiben. Vielleicht
kommt bis dahin auch wieder etwas hinzu, in Sachen E21.
Viele Grüße
Jonas
Jonas.Bluth@t-online.de |